Washington: Eine Hymne an die Präsidenten

Freitag, April 17, 2009 17:45
Posted in category Reisen

Wie schon in dem Artikel „Amerika: Meine Eindrücke aus dem Urlaub“ berichtet, war ich vor ein paar Wochen an der Ostküste Amerikas. Genauer gesagt war ich in Washington, New York und Umgebung.

Nachdem wir (war mit einer Freundin zusammen im Urlaub) am ersten Tag erst mal shoppen waren, wollten wir uns dann am zweiten Urlaubstag Washington anschauen. Da wir nicht direkt in Washington wohnten, sind wir morgens mit dem V.R.E. (Virgina Railway Express) nach Washington reingefahren. Der Zug hält an der Station „L'Enfant Plaza“, die sich ganz in der Nähe des Stadtteils „The Mall“ befindet. Nur wenige Meter zu Fuß und schon ist man in dem Stadtteil, den man auf alle Fälle nicht verpassen sollte: „The Mall“.

 

Was hat „The Mall“ zu bieten?

Washington Monument
Das Washington Monument ist eines der bekanntesten Denkmäler in der US-Hauptstadt. Ein Fahrstuhl bringt die Besucher bis zur Spitze, von wo aus man eine atemberaubende Aussicht hat.
Das Geld für das Denkmal kam zunächst von den Bürgern. Als diese allerdings erschöpft waren, unterbrach man den Bau. Erst 1876 wurde das Monument fertig gebaut. Noch heute erkennt man am Farbwechsel im Mauerwerk, wo der Bau damals gestoppt worden ist.

 

National World War II Memorial
Das National World War II Memorial steht für die 16 Millionen US-Soldaten, die am Zweiten weltkrieg teilnahmen. Es soll die Leistung ehren und die rund 400.000 Opfer gedenken, die bei dem Krieg gefallen sind.
In Gedenken an die Opfer steht dort auch eine Wand mit 4.000 goldenen Sternen.

 
Lincoln Memorial
Das Lincoln Memorial ist eins der beeindruckendsten Denkmäler in Washington. Die sitzende Lincoln-Statue ist von einem gewaltigen „Tempel“ aus Marmorblöcken umgeben. An der Wand hinter der Statue steht ein Zitat aus seiner Gettysburg-Rede. Dieses Denkmal spiegelt sich im Reflecting Pool.

 

 

 

Vietnam Veterans Memorial
Das Monument besteht aus zwei schwarzen Mauern, die in einem Winkel von 125 Grad aneinander stehen. Das eine Ende zeigt auf das Lincoln Memorial und das Andere auf das Washington Memorial. Auf der Mauer sind die Namen der Amerikaner eingraviert, die in Vietnam von 1959 bis 1975 gefallen sind. Noch heute legen Kriegsveteranen und Angehörige Blumen, Bilder, Kuscheltiere und Gedichte in Gedenken vor die Namensliste.

 

 

Korean War Veterans Memorial
Auf dem scheinbaren Schlachtfeld wird eine Gruppe von Soldaten gezeigt, die aus 19 übergroße Statuen besteht. Sie tragen Umhänge, die sie vor der permanenten Feuchtigkeit geschützt haben. An der Seite des Denkmals steht eine Granitmauer mit Bildnissen von mehr als 2.400 Veteranen.

 

Jefferson Memorial
Das Jefferson Memorial ehrt den dritten Präsidenten der USA. Er war Philosoph, Architekt, Musiker, Wissenschaftler und vieles mehr und der Hauptverfasser der Unabhängigkeitserklärung. Worte aus der Unabhängigkeitserklärung stehen auf den Mauern des Memorials. Thomas Jefferson steht als sechs Meter hohe Metall-Statue unter einer säulengeschmückten Kuppel.

 

 

Franklin D. Roosevelt Memorial
Das Denkmal für Franklin D. Roosevelt ist ein ausgedehnter Park mit vier offenen „Räumen“, einer für jede Amtszeit. Kleine Wasserfälle zieren den Park. Neben seiner Frau Eleanor Roosevelt stehen auch Statuen von von Franklin D. Roosevelt auf dem Areal. Eine zeigt den an Kinderlähmung erkrankten Präsidenten sitzend im Rollstuhl im ersten Raum und eine eeitere (sehr umstrittene Statue) zusammen mit seinem Hund im Stuhl im dritten Raum.

 

An dieser Stelle ein paar Tipps:
Tipp 1: Am besten gleich früh zum Washington Monument durchstarten und sich noch freie Karte für die Besichtigung ergattern. Da man sich die Zeiten nicht aussuchen kann, muss man nehmen, was noch da ist. Heißt aber auch, dass man sich mal zwei Stunden so beschäftigen muss. Und wenn man dann noch nicht bei den vielen Denkmälern war, kann man dies jetzt in Ruhe machen.
Tipp 2: Washington im März kann schön sein, vor allem wenn man wie wir schönes Wetter hat. Leider sind aber zu der Jahreszeit jegliche Brunnen und auch der Reflecting Pool noch nicht im Gange bzw. werden gerade sauber gemacht.

Neben den ganzen Monumenten und Denkmälern kann man sich natürlich auch in den zahlreichen Museen die Zeit vertreiben. Auf der Madison Drive NW und der Jefferson Drive SW steht Museum neben Museum, wie z.B. National Museum of American History, National Museum of Natural History (Link), National Gallery of Art, Smithsonian Castle, National Museum of African Art, Hirshhorn Museum usw.
Da wir nicht die Zeit hatten und auch nicht so auf Museen stehen, haben wir diese Art von Kultur nicht genossen.

Was aber ganz in der Nähe „The Mall“ ist und ebenfalls in einem Rundgang gut zu Fuß erreichen ist, sind Das Weiße Haus und das U.S. Capitol.

United States Capitol
das Capitol stht mitten in einer herrlichen Stadtlandschaft aus weiten Grünflächen und beeindruckender Architektur. Das Capitol selber ist seit zweihundert Jahren das Herz der amerikanischen Gesetzgebung und damit ein weltbekanntestes Symbol der Demokratie. 

 

Das Weiße Haus
George Washington wählte damals den Standort für die Präsentenresidenz aus. 1800 zog der Präsident John Adams mit seiner Frau in das noch unfertige Gebäude. 1814 wurde es niedergebrannt und teilweise wieder aufgebaut. 1902 wurde der Anbau des Westflügels angeordnet und 1942 wurde ein Ostflügel errichtet. So erhielt das Weiße Haus seine heutige Gestalt.

Tipp 3: Für den Hunger zwischendurch empfiehlt sich ein kleiner Abstecher in den Stadtteil „Old Downtown”, genauer gesagt in die Pennsylvania Ave NW, Ecke 12th Street NW. Hier steht das alte Post Office. In dem Gebäude befinden sich heute kleine Souvenirläden, Imbisse und Restaurant. Nach dem Motto „für jede Kultur, von jeder Kultur” gibt es hier lecker Essen in schöner Atmosphäre.

Wir haben auf unserer Reise letztendlich nur einen Tag in Washington verbracht und haben eine gute Mischung gefunden, alles beeindruckende zu sehen und doch gemütlich durch die Stadt zu schlendern. Wenn man nicht in die Museen will, ist dies an einem Tag auch zu „schaffen“. Wofür wir dann leider keine Zeit mehr hatten, da wir unseren V.R.E. kriegen mussten, war ein Besuch im Capitol. Dies wäre möglicherweise auch bestaunenswert gewesen.

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